DFM: Design for Manufacturing
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DFM: Design for Manufacturing

10 Regeln für fertigungsgerechtes PCB-Design – Fehler vermeiden, Kosten sparen.

Was ist DFM?

DFM (Design for Manufacturing) bedeutet, das PCB-Layout so zu gestalten, dass es fehlerfrei und kostengünstig gefertigt werden kann. Ein gutes DFM spart Geld und erhöht die Qualität.

Die häufigsten Fertigungsprobleme entstehen durch Layout-Fehler, die im Design vermeidbar gewesen wären. Eine DFM-Prüfung vor der Bestellung ist daher unverzichtbar.

Die 10 DFM-Regeln

  1. Pad-Grössen beachten: Pads müssen zum Bauteil-Footprint passen. Zu kleine Pads = schlechte Lötverbindung, zu grosse = Lötbrücken-Risiko. IPC-7351 als Referenz nutzen.
  2. Mindestabstände einhalten: Zwischen SMD-Pads mindestens 0.2mm, zwischen Bauteilen je nach Grösse 0.3–1.0mm. Zu enge Platzierung erschwert Inspektion und Nacharbeit.
  3. Fiducials platzieren: Mindestens 3 Fiducial-Marken auf dem Board (2 global + 1 lokal bei Fine-Pitch). Durchmesser 1.0mm mit 2.0mm Freihaltezone.
  4. Lötstopplack-Öffnungen: Solder Mask muss korrekt definiert sein. Standard: Pad + 0.05mm pro Seite. Bei Fine-Pitch ggf. Solder Mask Defined (SMD) Pads verwenden.
  5. Thermische Relief-Pads: Pads an Kupferflächen mit Thermal Relief verbinden – sonst fliesst die Wärme beim Löten ab und die Lötstelle wird kalt.
  6. Bauteil-Orientierung: Gleichartige Bauteile in gleicher Richtung platzieren (Polarity Marks einheitlich). Erleichtert Inspektion und reduziert Bestückungsfehler.
  7. Testpunkte vorsehen: Zugängliche Testpunkte für ICT und Funktionstest. Mindestens 1.0mm Durchmesser, nicht unter Bauteilen versteckt.
  8. Nutzengestaltung: Bei kleinen Boards: Nutzen (Panel) mit V-Score oder Fräsung designen. Mindestens 5mm Rand für die Bestückungsmaschine.
  9. Bestückungszeichnung: Klare Bestückungsseite, Bauteil-Polarität und Referenzbezeichnungen. Hilft bei manueller Bestückung und Qualitätskontrolle.
  10. Tombstoning vermeiden: Bei kleinen Passivbauteilen (0402, 0603): Symmetrische Leiterbahnführung zu beiden Pads, gleiche Kupferfläche unter beiden Pads.

DFM-Check vor der Bestellung

Bevor Sie Ihr Design in die Fertigung geben, prüfen Sie:

  • Gerber-Daten visuell kontrollieren (z.B. mit KiCad Gerber Viewer)
  • BOM mit Footprints abgleichen
  • Pick & Place-Datei generieren und prüfen
  • Mindestabstände und Pad-Grössen verifizieren
  • Fiducials und Tooling Holes vorhanden?

Viele EMS-Partner wie SMTEC AG bieten eine kostenlose DFM-Prüfung als Teil des Angebotsprozesses an.

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